Projekte
Gezielt ein Thema bearbeiten unabhängig von starren Grenzen der klassischen Fächer, Experten in die Schule holen, individuelle Fertigkeiten der Schüler nutzen: Projektarbeit ist uns sehr wichtig und erlaubt den Schülern, anders und mehr zu lernen und anzuwenden. Die folgende Liste ist noch nicht komplett und wird noch ergänzt.
Was passiert, wenn ein deutsch-französischer Wettbewerb, Geschichte, Französischunterricht und eine große Portion Kreativität aufeinandertreffen? Genau: ein außergewöhnliches Projekt, das gezeigt hat, wie spannend europäische Zusammenarbeit sein kann!
| Video 1 | Video 2 | Video 3 | Video 4 |
Im Rahmen eines fächerübergreifenden Wettbewerbs arbeiteten der bilinguale Leistungskurs des Jahrgangs 11 von Frau Seubert und Frau Schiffel-Eimermann gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule in der Bretagne an einem ganz besonderen Thema: Marc Bloch. Der berühmte französische Historiker und Widerstandskämpfer wird in das Panthéon aufgenommen – eine der höchsten Ehrungen Frankreichs. Das Panthéon in Paris ist eine nationale Ruhmeshalle, in der bedeutende Persönlichkeiten geehrt werden, die sich in besonderer Weise um Frankreich verdient gemacht haben. Mit der Aufnahme Marc Blochs würdigt Frankreich nicht nur sein wissenschaftliches Werk, sondern auch seinen Mut und sein Engagement im Widerstand während des Zweiten Weltkriegs.
Und genau darum ging es im Wettbewerb: sich intensiv mit Marc Blochs Leben, seinen Ideen und seinem Vermächtnis auseinanderzusetzen – aber natürlich nicht auf langweilige Weise mit trockenen Referaten! Stattdessen entstanden kreative Videos, inspiriert von bekannten Arte-Formaten wie „Karambolage“ oder „Stimmt es, dass…?“. Dabei wurde erklärt, hinterfragt, verglichen und auch mal mit einem Augenzwinkern präsentiert. Geschichte zum Anschauen statt nur zum Nachlesen!
Das Projekt zeigte vor allem, wie lebendig europäische Zusammenarbeit sein kann: unterschiedliche Perspektiven, zwei Sprachen, viele Hürden aber ein gemeinsames Ziel. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Geschichte nicht nur vergangen ist, sondern auch heute noch verbindet und inspiriert.
Wir gratulieren allen Beteiligten herzlich zu dieser gelungenen Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule in der Bretagne! Die Ergebnisse kann man sich auf unserer Homepage ansehen.
Maryline Seubert
2400 Schüler aus Deutschland und Frankreich und Gäste aus Polen und der Ukraine: Das Burgau-Gymnasium in Düren organisierte fünf Tage lang ein „olympisches Dorf“, in dem die Schülerinnen und Schüler an Projekten und Workshops teilnahmen und unvergessliche Erfahrungen und Entdeckungen machten. Vom OSG kam eine Abordnung der Klassen 9a und 9e mit ihren Lehrerinnen Daniela Jeuck und Aika Meyer. Mehr Informationen hier.

Eine packende Begegnung mit einem Zeitzeugen
„Mein Vater war ein deutscher Soldat“ – „Mon père était un soldat allemand.“ Dieser lapidare Satz von Francis Boulouart betitelt ein Schicksal, das häufiger zu tragen war als man es sich vorstellt. Er wurde 1943 in Calais geboren, als Sohn eines deutschen Soldaten und einer französischen Mutter, deren Ehemann in deutscher Kriegsgefangenschaft war. Am Dienstag, 12.02.2019, kam Francis Boulouart zu uns, um den Leistungskursen Französisch von seinem Leben zu berichten. Besonders packend waren die Schilderungen seiner Kindheit und Jugend und auch wie viele Menschen, die sein Schicksal teilen, seit Anfang der 2000er Jahre sich organisieren und ihre deutschen Familien suchen und teilweise finden. Auch er zählt zu den Glücklichen, die ihre Familie fanden: sein Bruder und dessen Familie haben ihn herzlich aufgenommen und trotz der verschiedenen Sprachen (der eine spricht kein Deutsch, der andere nur ein paar Brocken Französisch) sind sie sich sehr nahe.
Die Schüler stellten ihm noch viele Fragen und am Abend ging es im Institut Français weiter: Dank vieler Kooperationspartner kam Francis Boulouart nicht nur zu uns, sondern konnte im Institut Français vor einer großen Zuhörerrunde Zeugnis ablegen. Erfreulicherweise waren auch Schüler anderer Mainzer Schulen der Einladung gefolgt. Im übervollen Simone-Veil-Saal, jetzt auch mit deutscher Simultanübersetzung, begann ein intensiver Abend, an dessen Ende auch andere Menschen, die ein gleiches oder ähnliches Schicksal teilen, zu Worte kamen. Die Mainzerin Marianne Muth, die wie Francis Boulouart Mitglied der ANEG (Association nationale des enfants de guerre) ist, stellte die „deutsche Seite“ vor und ihre Ergänzungen waren für alle lehrreich und intensiv.
Unterstützt wurde der Besuch von Herrn Boulouart durch den Freundschaftskreis Mainz-Dijon und Herrn Eymann von der Koordinierungsstelle Zeitzeugen- und Gedenkarbeit des Pädagogischen Landesinstitute .
Studiengänge und Ausbildungsgänge
Jedes Jahr wird allen Schülern der 11. Klasse ein Workshop angeboten, in dem den Schülern mehrere Möglichkeiten im Bereich der deutsch-französischen Studiengänge, zum Studium in Frankreich, zu binationalen Ausbildungen und zu Freiwilligendiensten in Frankreich vorgestellt werden.
Es sind meist ehemalige OSG-Schüler, die die aktuellen Schüler über ihre eigenen Studienerfahrungen informieren, ihre Studiengänge kurz vorstellen und einen allgemeinen Einblick in die Université franco-allemande, die Deutsch-Französische Hochschule, geben. Diese bietet französischen und deutschen Abiturienten integrierte Studiengänge im Partnerland an.
Im Anschluss informieren sich die Schüler im Netz und anhand der Infomaterialien im CDI über Angebote, die sie interessieren, und verfassen Bewerbungsschreiben, unterstützt von den Ehemaligen.
Stets möglich sind die Teilnahme an den die internationalen DELF-Prüfungen, in denen die Schüler ein international anerkanntes Zertifikat erwerben können, das ihnen die jeweilige Sprachkompetenz bescheinigt. Das OSG ist hierbei eines der Prüfungszentren.

