Zielgruppen

Das Angebot der Schule für Hochbegabtenförderung/internationale Schule richtet sich an intellektuell hochbegabte Schülerinnen und Schüler, wobei man allgemein unter hoher Begabung eine individuelle Disposition versteht, die es Menschen ermöglicht, Hochleistungen in einem oder mehreren Bereichen zu erbringen. Um ein angeborenes Potential tatsächlich in Leistung umsetzen zu können, müssen darüber hinaus bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und weitere äußere Faktoren begünstigend wirken.

Viele intellektuell hochbegabte Kinder zeigen, ohne sich anstrengen zu müssen, herausragende schulische Leistungen und widmen sich noch einer Vielzahl sonstiger Aktivitäten. Sie sind neugierig, können Zusammenhänge und Strukturen erkennen und merken sich auf Grund ihres hervorragenden Gedächtnisses viele Details. Sie stellen weiterführende Fragen und zeigen bei herausfordernden Aufgabenstellungen oder im außerunterrichtlichen Bereich erstaunliche Denkleistungen. Von intellektueller Hochbegabung spricht man in der Regel, wenn in einem Intelligenztest ein IQ-Wert, der größer als 130 ist, gemessen wird. Dies ist aufgrund der Normierung der IQ-Skala bei 2% der Bevölkerung der Fall. Rein statistisch ist in jeder zweiten Grundschulklasse mit einem hochbegabten Kind zu rechnen.

Es gibt aber auch Kinder, die ihre Begabung und Wissbegierde nicht zeigen können oder wollen und trotz hohen Potentials schlechte oder nur mittelmäßige Leistungen in der Schule erbringen. Mädchen werden, obwohl es keine Geschlechterunterschiede im Bereich der intellektuellen Begabung gibt, weniger häufig als hochbegabt erkannt, weil sie sich oft an die Erwartungen ihrer Umgebung anpassen, während Jungen eher durch auffälliges Verhalten auf sich aufmerksam machen.

Das Angebot der Schule richtet sich auch an Schülerinnen und Schüler mit internationalem Hintergrund,

  • die mit ihren Eltern nach einem mehrjährigen Aufenthalt im Ausland nach Deutschland kommen bzw. zurückkehren und ein schulisches Angebot suchen, das ihnen den (Wieder-)Einsteig in das deutsche Schulesystem erleichtert.
  • bei denen grundsätzlich eine gymnasiale Eignung vorliegt, zumeist ergänzt durch besondere Sprachkenntnisse.
  • die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, da der Unterricht zusammen mit den hochbegabten Schülerinnen und Schülern weitgehend in deutscher Sprache erteilt wird.

Von allen Schülerinnen und Schülern wird erwartet, dass sie gymnasialen Anforderungen gerecht werden. Dazu gehören auch eine hohe Einsatzbereitschaft sowie gesteigertes Interesse und Engagement. Erwartet wird außerdem die Bereitschaft, schulbezogene Lernfähigkeit und soziale Integrationsfähigkeit in einer Klassengemeinschaft zu entwickeln.

Ein Quereinstieg in höhere Klassen der Schule für Hochbegabtenförderung/internationale Schule ist je nach Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und vorhandener Kapazität möglich.