Austausche und Begegnungen

In den Klassen 5 und 6 wäre ein Schüleraustausch zu früh, die Schüler unternehmen daher u.a. je nach Klasse einen Tagesausflug nach Straßburg, beginnen einen e-mail-Kontakt mit einer französischen Schulklasse, nehmen am Vorlesewettbewerb, den französischen Schulkinofestival Cinéfête oder anderen Wettbewerben und Aktivitäten teil.

Während der gesamten Mittel- und Oberstufe kommen zu den unten angeführten Austauschen und Projekten noch Kinobesuche, Theaterbesuche, ggfs. gemeinsame Projekte mit der Partnerklasse oder Workshops, die Teilnahme an Wettbewerben und vieles mehr.

Ein spezielles Angebot von Austauschen und Begegnungen für Schülerinnen und Schüler mit Französisch als 2.Fremdsprache finden sie auf der Fachschaftsseite Französisch.

 

Enghien (7.Klasse bilingual)

In der 7. Klasse findet der erste verpflichtende Schüleraustausch mit dem Collège Notre Dame de la Providence in Enghien-les-Bains in der Nähe von Paris statt, der im Schuljahr 2014/15 sein 25.Jubiläum feiert. Inhaltlich liegt hier neben dem praktischen Ausprobieren der Sprache ein Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und/oder Geógraphie.

Neben gegenseitigen Besuchen im Unterricht der Austauschpartner stehen z.B. Rallys in Enghien/Mainz, Ausflüge nach Paris/Frankfurt oder Fahrten ins Grüne zum Chateau d’Anvers-sur-Oise oder Chantilly/zur Burg Rheinfels auf dem Programm. Natürlich kommen interkulturelle Begegnungen und viel Spaß nicht zu kurz, wenn die Schüler am Alltag ihrer Gastfamilien teilnehmen und so auch andere Lebensgewohnheiten kennen lernen dürfen.

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Die Begegnung wird gefördert von:

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Skiprojekt mit einer französischen Klasse aus Thionville (hbf/is)

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Als Alternative zu einem Austausch findet für den Jahrgang 8 seit dem Jahr 2009 jedes Jahr eine sogenannte Drittortbegegnung statt, die dank der Unterstüztung des Projektes durch das Deutsch-Französische Jugendwerk möglich wird. Drittortbegegnung bedeutet, dass sich deutsche Schülerinnen und Schüler mit französischen Schülerinnen und Schülern an einem Ort treffen, der weder der Heimatort der Franzosen noch der der Deutschen ist. Dieser "dritte" Ort war z.B. schon Albiez - Montrond, ein kleiner Skiort in den französischen Alpen oder auch Garmisch-Partenkirchen. Neben einem deutsch - französischen Skikurs finden am Abend zahlreiche gemeinsame Aktivitäten (ateliers) mit den französischen Schülerinnen und Schülern statt. Neben z.B. dem gemeinsamen Einüben von Zirkuskunststücken und dem Schreiben von deutsch - französischen Elfchen (Gedichten) findet meist auch ein deutsch - französischer Karaokeabend und natürlich die obligatorische Abschlussfeier (la fête) statt.

Schülerbericht einer solchen Drittortbegegnung in Albiez
Schülerbericht einer solchen Drittortbegegnung in Garmisch-Partenkirchen

In einigen Jahren wurden von den deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern gemeinsam je ein Blog erstellt, auf dem die Erlebnisse für die Nachwelt festgehalten wurden. Hier ein Beispiel aus dem Jahr 2014:

http://osgmilliare.wordpress.com (aus dem Jahr 2014)

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Die Begegnung wird gefördert von:

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kürzere, individuelle Austausche (alle Schüler, Jg. 8. bis 10)

In der 8. und 9. Klasse können sich die Schüler um einen Platz an den Austauschprogrammen bewerben, die von der ADD, der Schulaufsichtsbehörde, organisiert werden. Bei diesen Programmen verbringen die Schüler zwei oder acht Wochen in einer französischen Familie und empfangen im Gegenzug einen französischen Austauschschüler hier in Mainz. Alle relevanten Informationen finden sich auf dem Bildungsserver des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Schüler der 9. und 10. Klassen können auch einen dreiwöchigen Austausch mit einem Schüler unserer Partnerschule Charles de Gaulle in Dijon machen. Dieser Austausch verbindet perfekt einen individuellen Charakter mit der Betreuung durch uns lange bekannte Kollegen und der Sicherheit, an eine Schule mit einer gepflegten Willkommenskultur zu kommen.

längere, individuelle Austausche
(alle Schüler Jg. 9 und 10: Bretagne, Dijon u.a.)

Auch unterstützen wir die Schüler der 8., 9. und 10. Klasse bei der Suche nach einem Austauschpartner für einen längeren, individuellen Schüleraustausch (das sog. Sauzay-Programm) und bei der Vorbereitung eines sechsmonatigen Aufenthaltes in Frankreich (das sog. Voltaire-Programm). Im Rahmen des Sauzay-Programmes haben wir vor allem einen Kontakt in die Bretagne zum Collège Val de Rance in Plouër sur Rance und nach Dijon zum Lycée européen Charles de Gaulle.

Der Kontakt zum Collège Val de Rance besteht seit 2010 und jedes Jahr kommen bis zu vier Franzosen im Herbst drei Monate zu uns; die deutschen Partner aus den 9. Klassen fahren im Frühsommer dorthin. Das Dorf Plouër-sur-Rance liegt idyllisch im Grünen an einem Fluss, vom Atlantik und der Korsarenstadt St. Malo 20 km entfernt. Die Partnerschule ist eine sehr aktive und international ausgerichtete Schule, in der ausländische Gäste fest zum Alltag gehören. Die Mischung aus dieser Offenheit, der attraktiven Lage und den Gegebenheiten einer Schule auf dem Land machen das Collège Val de Rance zu einem perfekten Ziel eines dreimonatigen Austausches.

Betriebspraktikum in Dijon (Jg. 10, alle Schüler)

In der 10. Klasse wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, ihr reguläres zweiwöchiges Betriebspraktikum in Dijon zu absolvieren. Dank einer ebenfalls seit über 20 Jahren eingespielten Zusammenarbeit mit einem der besten Lycée in Burgund, dem Lycée Européen Charles de Gaulle, sind die Schüler während der zwei Wochen in einer Gastfamilie untergebracht und empfangen anschließend ihren Austauschpartner, der dann ein Betriebspraktikum in Mainz absolviert. Bis heute konnten wir fast alle Praktikumswünsche erfüllen. Nähere Informationen HIER.

Während einer Tagung des Carolus-Magnus-Kreises (Vereinigung für die deutsch-französische pädagogische und kulturelle Zusammenarbeit) in Dijon wurde das Konzept des OSG vorgestellt.

Projektorientierter Schüleraustausch: Jg. 10 (AbiBac)

Gemeinsam erfolgreich in binationalen Teams arbeiten und anschließend guten Gewissens feiern gehen - ein Modell für die europäische Zusammenarbeit!

Im Gegensatz zu den Austauschfahrten in der Mittelstufe steht bei der Projektfahrt nach Lille die gemeinsame inhaltliche Arbeit an einem gemeinsamen Thema im Vordergrund. Stellvertretend für das generelle Konzept hier der Ablauf und die Inhalte eines der bisherigen Austausche: 

Am ersten Arbeitstag stand die Erkundung von Lille im Vordergrund; diejenigen Gruppen, die stadtgeographische Themen (Strukturwandel, Architektur) oder historische Themen mit lokalem Bezug gewählt hatten (Vauban und seine Festungen, Charles de Gaulle) arbeiteten nach der Stadtführung individuell in Gruppen weiter; andere führten Passantenbefragungen durch (Bedeutung des Sports in Lille im Vergleich zu Mainz, politisches Bewusstsein der Jugendlichen).

Am zweiten Arbeitstag fand am Vormittag eine gemeinsame Exkursion in ein Bergbaumuseum statt, die am Nachmittag in Gruppenarbeit aufgearbeitet wurde. Am dritten Arbeitstag haben die Gruppen ihre Ergebnisse zusammengetragen und ein Plakat oder eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse in der Aula der Gastschule präsentiert.

Am letzten Tag hatten dann die Schüler und Lehrer einen halben freien Tag, bevor am Nachmittag der Bus nach Mainz zurückfuhr. Trotz des intensiven Programms hatten die Schüler genügend Zeit, das Leben in den französischen Familien kennen zu lernen und sich mit den französischen Schülern auszutauschen.

Der Aufenthalt der französischen Schüler in Mainz war ähnlich organisiert: thematische Stadtführungen in Mainz und Frankfurt mit dem Verein „Geographie für Alle", Besuch des Druckladens und des Gutenberg-Museums, wie auch der Bundesbank und der Börse in Frankfurt. Diese Besuche dienten auch zur Recherche für die Gruppenarbeiten, die thematisch von Johannes Gutenberg bis zur Rolle Frankfurts als europäischer Finanzmetropole reichten. Es wurden aber auch allgemeine Themen wie der Afghanistankrieg oder der Einfluss der Politik auf den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk behandelt.

Lehrer wie Schüler haben wertvolle interkulturelle Erfahrungen gemacht, ein solcher Arbeitsaustausch ist sehr aufschlussreich, sowohl für die Schüler durch die Arbeit in den binationalen Arbeitsgruppen, wie auch für die Lehrer. In der von uns durchgeführten Evaluation zeigten sich die Schüler sehr zufrieden, sowohl mit ihrer dem Kontakt mit den Austauschpartnern bzw. deren Familien wie auch mit dem Programm. Und die französischen Austauschschüler kennen jetzt Mainz zu jeder Tages- und Nachtzeit!

Die Fahrt nach Lille im November 2015 stand unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris; hierzu ein Artikel aus dem Knoten 1/2016, der Zeitschrift des Carolus-Magnus-Kreises (Vereinigung für die deutsch-französische pädagogische und kulturelle Zusammenarbeit).

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Die Begegnung wird gefördert von:

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Betriebspraktikum in Lille: Jg. 11 (AbiBac)

Informationen zum Betriebspraktikum in Lille finden Sie hier:

Betriebspraktikum in Frankreich

Drittortbegegnung: Jg. 12 (AbiBac)

Zusammen ein Thema bearbeiten, ein Projekt verwirklichen, die gemeinsame Geschichte erkunden, das zukünftige Europa kennenlernen und die Realitäten der deutsch-französischen Kooperation erfahren – das tuen unsere Schüler und ihre Partner aus Frankreich im letzten Jahr Ihrer Schulzeit. Der pädagogische Fachbegriff hierfür lautet „Drittortbegegnung“ und so treffen wir uns seit 2010 einmal im Jahr an einem dritten Ort, meist in der Mitte zwischen Mainz und Lille.

Anfangs haben wir uns mit den Schülern unserer AbiBac-Partnerschule in Lille/Gondecourt getroffen:

  • 2010 und 2011 Metz (Centre Européen Robert Schuman) « De la guerre à la paix » / „Vom Krieg zum Frieden : Deutsche und Franzosen im 20. Jh.“
  • 2012 Brüssel Planspiel Europa
  • 2013 Niederbronn (Centre International Albert Schweitzer) „Das Elsaß: zwischen Deutschland und Frankreich und heute mitten in Europa“

Nach einer kurzen Phase ohne Partner haben wir eine neue Partnerschule für die Drittortbegegnung gefunden, nämlich das Lycée Camille Jullian in Bordeaux, das eine kleine, aber florierende bilinguale Abteilung hat.

  • 2016 Niederbronn (Centre International Albert Schweitzer) „Das Elsaß: zwischen Deutschland und Frankreich und heute mitten in Europa“
  • 2017 München (JBS am Tower Oberschleißheim) "Macht und Machtmissbrauch in der Geschichte"

Die Begegnung wird gefördert von:

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